STÄDTISCHE BERUFSSCHULE
FÜR DAS BAU- UND KUNSTHANDWERK

BGJ-k

Erstes Lehrjahr für alle Bauhandwerker (außer Zimmerer / Zimmerer)

 
Das erste Lehrjahr erfolgt im „Berufsgrundbildungsjahr für Bautechnik in kooperativer Form“ (BGJ-k). Das bedeutet, die Ausbildung erfolgt in der Schule und im Ausbildungsbetrieb.
Die Klassen werden im Blockunterricht beschult. Zwischen den, über das Jahr verteilten Schulwochen (siehe Blockplan), sind die Schüler in ihrem Ausbildungsbetrieb oder einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte, der für sie zuständigen Kammer (siehe Lehrvertrag).
Urlaub ist nur während der Zeit im Ausbildungsbetrieb möglich.
 
Am Ende des Schuljahres erhalten die Schüler ein Jahreszeugnis. Ein Zwischenzeugnis wird nicht erteilt. Jedoch erhalten Erziehungsberechtigte und Ausbilder leistungsschwacher Schülern zwischenzeitlich eine „Gefährdungsmitteilung“.
 
Die Zeugnisfächer des Jahreszeugnisses sind:
 
Religion oder Ethik
Deutsch
Sozialkunde
Sport
Tiefbau
Hochbau
Ausbau
 
Die Noten in den Fächern Tiefbau, Hochbau und Ausbau werden aus den Leistungen im fachtheoretischen Unterricht (FTU) und im fachpraktischen Unterricht (FPU) gebildet.

 

Lernfelder
 
  • LF1: Einrichten der Baustelle (Tiefbau)
  • LF2: Erschließen und Gründen des Bauwerks (Tiefbau)
  • LF3: Mauern eines einschaligen Baukörpers (Hochbau)
  • LF4: Herstellen eines Stahlbetonbauteils (Hochbau)
  • LF5: Herstellen einer Holzkonstruktion (Ausbau)
  • LF6: Beschichten und Bekleiden eines Baukörpers (Ausbau)

 

Im Fachtheoretischen Unterricht werden Kenntnisse in Fachtheorie, Fachrechnen und Fachzeichnen gemeinsam zu den jeweiligen Lernfeldern vermittelt und bewehrtet. Eine getrennte Benotung nach Fachtheorie, Fachrechnen und Fachzeichnen wie früher, findet nicht mehr statt.

 

WICHTIG:

In diesem Berufsgrundschuljahr kann man nicht durchfallen, aber die Fächer TIEFBAU, HOCHBAU und AUSBAU mit ihren Noten aus dem Berufsgrundschuljahr werden auch am Ende der Lehrzeit im Abschlusszeugnis der Berufsschule aufgeführt und zählen beim Notendurchschnitt mit.

 

Das abgeschlossene Berufsgrundbildungsjahr (Jahreszeugnis) wird als erstes Lehrjahr für alle Berufe des Bauhandwerks (außer Zimmerer) anerkannt. Somit ist ein Wechsel des Ausbildungsberufes innerhalb des Berufsfeldes Bautechnik (außer Zimmerer) zur Fachstufe (2. Lehrjahr) ohne Zeitverlust möglich.

Diese Möglichkeit, die durch die breite Grundausbildung im Berufsgrundbildungsjahr ermöglicht wird, war unter anderem Grund zu dessen Einführung.