STÄDTISCHE BERUFSSCHULE
FÜR DAS BAU- UND KUNSTHANDWERK
  1. Es gab viel zu tun ...
  2. Arbeit von Clara Friedl, BST 12b
  3. Arbeit von Wenzel Karger, BST 12b (Belobigung)
  4. Arbeit von Ewin Hirtreiter, BST 12b
  5. Arbeit von Marinus Bair, BST 12a
  6. Arbeit von Richard Stelzer, BST 12a (Belobigung)
  7. Arbeit von Benedikt Dangl, BST 12a (Belobigung)
  8. Gruppenbild der Preisträger

Zierstein

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und überbetrieblicher Ausbildung fertigten Schülerinnen und Schüler der Fachklassen für Steinmetzen und Steinbildhauer auch in diesem Jahr wieder selbst entworfene Ziersteine an. Die Werkstücke wurden im Berufsschulunterricht der elften Klasse geplant und im dritten Ausbildungsjahr am BTZ Ingolstadt ausgeführt.

 
Zu bearbeiten war ein frei gewähltes Thema, das von Gegensätzen geprägt ist. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe, dies durch das Spiel mit Kontrastwerten in Stein zu übersetzen. In der Vorbereitungsphase an der Berufsschule setzten sie sich deshalb zunächst mit grundlegenden Gestaltungsprinzipien und –techniken auseinander. Sie erstellten Entwurfs- und Werkzeichnungen, fertigten Modelle, führten alle notwendigen Berechnungen durch, wählten geeignete Arbeitsverfahren aus und beschrieben ihre Entwürfe. Im Rahmen der Nachbereitung dokumentierten die Schülerinnen und Schüler den Arbeitsfortgang, bewerteten die Ergebnisse und präsentierten ihre Werkstücke auf einer Ausstellung. Dabei wurden besonders gelungene Arbeiten ausgezeichnet.
 
Das Projekt „Zierstein“ wurde angeregt vom Landesinnungsverband des bayerischen Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks. Es nutzt in vorbildlicher Weise die Vorzüge des dualen Systems der Berufsbildung, da es den beteiligten Lernorten ermöglicht ihre Stärken gezielt in ein gemeinschaftliches Vorhaben einzubringen. Zudem werden die jeweiligen Ausbildungsinhalte zeitlich und inhaltlich optimal aufeinander abgestimmt und Synergien auf fachlicher und pädagogischer Ebene gefördert.
 
Den Auszubildenden bietet das Projekt eine einzigartige Gelegenheit, die gesamte Entstehung eines Werksteines vom Entwurf bis zum Versetzen eigenverantwortlich zu gestalten. Die vielschichtige Aufgabestellung bereitet sie zudem systematisch auf das Gesellenstück vor, das im Rahmen der Facharbeiterprüfung anzufertigen ist.
 
Neben der Steigerung des Lernerfolgs, die im Allgemeinen mit der Projektarbeit einhergeht, wollen wir mit dem „Zierstein“ auch einige Kompetenzen und Werthaltungen unserer Schüler gezielt fördern. Hierzu gehören insbesondere:
  • die Bereitschaft und Fähigkeit die Arbeit des Steingestalters wertzuschätzen.
  • die Bereitschaft und Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten
  • die Bereitschaft und Fähigkeit zur Selbstorganisation
  • die Fähigkeit komplexe Aufgabenstellungen planmäßig zu lösen
  • die Bereitschaft und Fähigkeit Kritik angemessen zu äußern und anzunehmen
  • die Fähigkeit zur fachlichen Selbsteinschätzung

Auch im nunmehr sechsten Projektjahr haben alle mit großem Eifer und viel Freude an ihren Steinen gearbeitet – und hierin steckt die wohl wichtigste Erkenntnis: Der Steinmetzberuf ist einer der schönsten der Welt !

 



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